Ein Prozess mit mehreren Akteuren und den Daten und Werkzeugen an jedem Schritt.
1 Beispiel: Prozesslandkarte
Produktionsprozess einer Erhebung
Fünf Schritte einer Felderhebung über vier Abteilungen, mit Daten und Werkzeugen an jedem.
Die Prozesslandkarte geht weiter als die Swimlane: jeder Knoten sagt, wer es tut, was er erzeugt und welches Werkzeug er nutzt. Der Testschritt ist fokal, weil er das Qualitätstor ist, und der gestrichelte Pfeil ist die Korrekturschleife zurück zur IT.
Eine Prozesslandkarte stellt einen Geschäftsprozess mit allen Beteiligten dar und geht dabei weiter als ein Swimlane-Diagramm: Jeder Schritt nennt, wer ihn ausführt, welche Daten oder Dokumente er erzeugt und welches Werkzeug genutzt wird.
Du liest sie entlang des Ablaufs, Schritt für Schritt, und siehst an jedem Knoten Eingaben und Ergebnisse. Rücksprünge zeigen Korrekturschleifen. Für formale Prozessmodellierung ist BPMN 2.0 der verbreitete Standard.
Wann eine Prozesslandkarte sinnvoll ist
Bei einer Ist-Aufnahme vor der Digitalisierung, um zu sehen, wo heute Excel und E-Mail im Prozess stecken.
Bei einem Audit oder einer ISO-9001-Zertifizierung, um Verantwortung und Nachweise pro Schritt zu belegen.
Nicht für schnelle Entscheidungslogik ohne Beteiligte und Werkzeuge: Ein Flussdiagramm ist dafür schlanker.
So erstellst du eine gute Prozesslandkarte
Lege pro Schritt immer dieselben Angaben fest: Rolle, Ergebnis, Werkzeug.
Kennzeichne Qualitätstore und Freigaben deutlich.
Zeichne Korrekturschleifen gestrichelt, damit der Hauptweg lesbar bleibt.
Bleib bei fünf bis zwölf Schritten und verweise für Details auf Teilprozesse.